fermentierter Rotkohl mit Zimt – einfacher geht nicht
Heute möchte ich euch ein Rezept vorstellen, das einfacher kaum sein könnte und trotzdem voller gesunder Eigenschaften steckt. Es braucht ein kleines bisschen Zeit, aber wirklich nur wenig Aufwand. Und ich verspreche euch, der Geschmack wird euch überraschen. Fermentierter Rotkohl ist eines dieser Lebensmittel, bei denen man sich nach den ersten Bissen fragt, warum man das nicht schon viel früher gemacht hat.
Gesunder Darm – Gesunder Mensch
Beim Fermentieren passiert etwas ganz Besonderes. Der Rotkohl beginnt, durch seine eigenen natürlichen Milchsäurebakterien zu arbeiten. Dabei entstehen wertvolle mikrobielle Bakterien, die unseren Darm gezielt unterstützen. Bei regelmäßigem Verzehr können fermentierte Lebensmittel nachweislich helfen, das Darmmikrobiom zu stärken und zu sanieren. Ein gesunder Darm wiederum ist eng mit unserem Immunsystem, unserem Stoffwechsel und sogar unserer Haut verbunden. Auch im Hinblick auf die Darmgesundheit und die Prävention von Darmkrebs spielen diese guten Bakterien eine wichtige Rolle. Gerade in den Wechseljahren, wenn viele Prozesse im Körper empfindlicher reagieren, ist das ein echter Vorteil.
Aber Achtung! Weniger ist zu Beginn mehr…
Wichtig ist nur, langsam zu starten. Zu Beginn solltet ihr fermentierte Lebensmittel nicht in großen Mengen essen. Der Darm muss sich erst an die vielen neuen Bewohner gewöhnen. Kleine Portionen reichen völlig aus und wirken oft schon spürbar positiv. Der Zimt bringt eine warme, leicht beruhigende Note hinein und macht den Rotkohl besonders gut verträglich.
Auch beim kochen bleiben viele Bakterien erhalten.
Ihr könnt den fermentierten Rotkohl portionsweise zum Salat geben, in warme Gerichte mischen oder einfach pur als Rohkost genießen. Und das Schönste daran ist, dass Fermentieren im Grunde mit fast jedem Gemüse funktioniert. Nur mit Meersalz – Ohne viel Schnickschnack, ohne spezielle Geräte, einfach ehrlich, natürlich und unglaublich wirkungsvoll.
Kleiner, aber wichtiger Fermentier Tipp aus der Praxis
Wenn du Schraubgläser zum Fermentieren verwendest, müssen diese am Anfang nicht fest verschlossen werden. Es reicht völlig aus, den Deckel in den ersten Tagen nur locker aufzulegen. Während der Gärung entstehen Gase, die entweichen müssen, damit sich kein Druck im Glas aufbaut. Außerdem solltest du die Gläser nie randvoll füllen. Ideal ist es, sie nur etwa zu drei Vierteln zu befüllen, damit die natürliche Gärung genug Platz hat und nichts überläuft.
Ein weiterer hilfreicher Punkt ist der Umgang mit Drehverschlüssen. Salz kann bei längerer Lagerung das Metall angreifen. Deshalb empfiehlt es sich, den Deckel von innen mit Frischhaltefolie zu schützen. Das verlängert die Lebensdauer der Gläser deutlich und verhindert, dass sich Metallgeschmack oder unschöne Rückstände bilden. Kleine Handgriffe, die das Fermentieren noch entspannter machen und zeigen, wie unkompliziert diese ursprüngliche Art der Haltbarmachung wirklich ist.
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